Zum Inhalt springen

Planen Sie Ihre Key Value Store-Instanz

Zuletzt aktualisiert am

STACKIT bietet in Kombination mit dem Key Value Store maximale Flexibilität. Technische Einschränkungen erfordern jedoch gewisse Vorgaben. Um technische Schulden und damit verbundene Ausfallzeiten sowie ungewollte Migrationen zu vermeiden, gehört es zur Best Practice, Ihre Key Value Store-Instanz im Voraus zu planen.

Bevor Sie die Größe Ihrer Key Value Store-Instanz auswählen, müssen Sie Ihre Datenmuster und Anforderungen analysieren.

Schätzen Sie zunächst Ihre aktuelle und prognostizierte Datengröße ab. Rechnen Sie als Faustregel mit einem Faktor von 2 bis 2,5 für das Datenwachstum in den nächsten zwei Jahren.

Untersuchen Sie, wie Ihre Anwendung mit der Datenbank interagiert. Anwendungen mit einem hohen Lese-zu-Schreib-Verhältnis profitieren von anderen Skalierungsstrategien als schreibintensive Anwendungen.

Die Einschränkungen bei der Flexibilität können Sie unter Key Value Store Architektur nachlesen. Als Referenz dient diese Tabelle:

Änderungen an den Einstellungen für ACL und Festplattenschwellenwert (Disk Threshold) können Sie ohne Einschränkungen und ohne Ausfallzeit vornehmen.

Dieser Abschnitt unterstützt Sie dabei, von Beginn an die passenden Entscheidungen für die Konfiguration Ihrer Instanz zu treffen. Die vertikale und horizontale Skalierung steuern Sie über den gewählten Serviceplan. Dieser legt fest, wie viele vCPUs, wie viel RAM und Speicherplatz zur Verfügung stehen und ob Ihre Instanz auf einem einzelnen Node oder als Replica-Cluster auf mehreren Nodes betrieben wird.

Für den Produktionseinsatz empfehlen wir ausdrücklich einen Serviceplan mit 3 Nodes (Replica), um hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Sind kurze Ausfallzeiten für Ihre Anwendung verkraftbar? Wenn ja, können Sie mit einem kleineren Serviceplan starten und diesen hochskalieren, sobald die CPU- oder RAM-Auslastung dauerhaft bei über 80% liegt. Falls keine Ausfallzeiten entstehen dürfen, sollten Sie Ihren Kapazitätsbedarf vorab genau kalkulieren.

Orientieren Sie sich dafür an folgenden Richtwerten:

  • Leseintensive Workloads: 1–2 CPUs sind in der Regel ausreichend.
  • Schreibintensive Workloads oder Aggregationen: 4 oder mehr CPUs.
  • Minimum: 125% der erwarteten Datengröße.
  • Optimal: Mindestens 150% der aktiven Datengröße.
  • Faustregel: Mindestens 4 GB RAM, für Produktionsumgebungen besser mindestens 8 GB.
  • Schreibintensive Workloads: mindestens 3.000–10.000 IOPS
  • Gemischte Workloads: 2.000–5.000 IOPS

Key Value Store ist eine In-Memory-Datenbank. Die Festplatte dient lediglich dem Schreiben der Persistenzdatei.

Wenn Ausfallzeiten akzeptabel sind, können Sie problemlos mit einer kleineren Festplattengröße starten. Als Faustregel gilt: Nehmen Sie Ihre aktuelle Datengröße und multiplizieren Sie diese mit dem Faktor drei, um Puffer für künftiges Datenwachstum zu haben.

Wählen Sie stets die höchste Version, die von Ihren Client-Anwendungen unterstützt wird. Beachten Sie dabei, dass selbst geringfügige Versionsunterschiede dazu führen können, dass bestimmte Clients keine Verbindung aufbauen können.