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STACKIT-2026-001: Mehrere Schwachstellen in MariaDB

Zuletzt aktualisiert am

In verschiedenen Versionen des Datenbanksystems MariaDB wurden mehrere Sicherheitslücken identifiziert. Die Schwachstellen betreffen sowohl On-Premises-Installationen als auch Instanzen des verwalteten Datenbankdienstes STACKIT MariaDB.

Über diese Schwachstellen können nicht authentifizierte oder authentifizierte Angreifer unter bestimmten Bedingungen Denial-of-Service-Zustände (Dienstabsturz) herbeiführen, unberechtigten Zugriff auf geschützte Datenbankinhalte erlangen oder Berechtigungen innerhalb des Datenbanksystems ausweiten.

STACKIT hat umgehend Maßnahmen zur Absicherung des Managed Service STACKIT MariaDB ergriffen. Kunden mit selbst betriebenen Systemen (On-Premises) müssen ihre Instanzen eigenverantwortlich aktualisieren. Darüber hinaus müssen alle Kunden ihre Netzwerkzugriffsbeschränkungen (Access Control Lists, ACLs) überprüfen und restriktiv konfigurieren.

Die Sicherheitslücken betreffen die folgenden MariaDB-Versionen:

  • MariaDB < 13.0.2
  • MariaDB < 12.3.3
  • MariaDB < 11.8.9
  • MariaDB < 11.4.13
  • MariaDB < 10.11.19
  • MariaDB < 10.6.28

Im Rahmen dieses Sicherheitshinweises wurden die folgenden Common Vulnerabilities and Exposures (CVEs) identifiziert und adressiert:

  • Prüfen Sie alle selbst betriebenen MariaDB-Systeme auf die betroffenen Versionen.
  • Installieren Sie zeitnah die verfügbaren Sicherheitsupdates auf eine der bereinigten Versionen: MariaDB ≥ 13.0.2, ≥ 12.3.3, ≥ 11.8.9, ≥ 11.4.13, ≥ 10.11.19 oder ≥ 10.6.28.
  • Beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf MariaDB-Dienste (Port 3306) strikt auf vertrauenswürdige IP-Adressen und Subnetze.
  • Plattform-Updates: Für den verwalteten Dienst STACKIT MariaDB wurden entsprechende Plattform-Updates beauftragt und für die Bereitstellung vorbereitet bzw. eingespielt.
  • Zwingende ACL-Konfiguration: Unabhängig von Plattform-Updates besteht die zwingende Notwendigkeit, spezifische Access Control Lists (ACLs) auf allen MariaDB-Instanzen zu konfigurieren:
    • Verwenden Sie keinesfalls 0.0.0.0/0 in den ACL-Einstellungen. Ein offener Netzwerkzugriff erhöht das Sicherheitsrisiko signifikant.
    • Beschränken Sie die freigegebenen IP-Bereiche im STACKIT Portal oder über die STACKIT CLI ausschließlich auf autorisierte Quellsysteme und die benötigten STACKIT-Dienstbereiche.
    • Weitere Details zur ACL-Konfiguration finden Sie in der Dokumentation unter MariaDB-Instanzen erstellen und verwalten.

Bei Fragen zu diesem Sicherheitshinweis oder zur Absicherung Ihrer Instanzen steht Ihnen das STACKIT Support-Team zur Seite:

  • Erstellen Sie ein Ticket über das STACKIT Help Center.
  • Wenden Sie sich per E-Mail an cybersecurity@stackit.cloud.